• Patrick

INNOVATION WIRD ÜBERSCHÄTZT (I)


Das Streben der Menschen nach ständiger Optimierung und Wohlstand ist sicherlich eine positive Entwicklung der letzten paar Jahrhunderte. Wer will denn wieder ins Mittelalter zurück? Aber, Innovationen beim Velo sollten hier ein wenig differenzierter betrachtet werden. Klar, wenn es um hundertstel Sekunden geht, die über Sieg und Niederlage entscheiden, zählt jedes Watt welches ich einsparen oder in Vorwärtsenergie umwandeln kann. Nun gibt es aber auch andere Hirnregionen als das Flucht- und Angstzentrum, die ich beim Velofahren anregen und entwickeln kann. Das Spüren des Untergrunds, der Natur, des Windes, des Körpers und das Wegdriften der Gedanken, der Sorgen und Nöte, ein meditatives dahingleiten oder einfach die Lust an der Bewegung sind Aspekte, die völlig unabhängig davon erlebt werden können, ob ich nun mit einer Flatmount Scheibenbremse unterwegs bin oder auch nicht. Einen Pass hoch- und wieder hinabfahren ist mit einem fünfzig Jahre alten Rennvelo eine ganz spezielle Erfahrung, eben gerade weil die Bremsen nicht so krass greifen wie Scheibenbremsen. Eine Graveltour mit einem Rennvelo mit normalen Rennvelopneus ebenso, da ich dabei ein Terrain mit einem nicht dafür geschaffenen Velo befahre. Die "Neuerung" sollte deshalb sinnbildlich im Kopf stattfinden und erst danach beim Velo. Jene, die dies nicht schaffen und in der eindimensionalen Technologieinnovationsspirale haften bleiben, verpassen die Chance, die tieferen Erlebniswelten beim Velofahren zu entdecken.



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